
Im Artikel über Winterthurs Gewässer vom April 2009 fehlen sie prominent: die Walcheweiher. Dieses Versäumnis soll hiermit ausgebügelt werden. Die drei idyllisch gelegenen Weiher im Lindbergwald sind für hiesige Begriffe schon respektable Gewässer. Im Traum des Holzbildhauers Erwin Schatzmann von den sieben Seen Winterthurs spielen sie eine massgebende Rolle. Der städtische Forstbetrieb kümmert sich seit jeher liebevoll um dieses besondere Stück Natur und stattete das Umfeld der Weiher vorbildlich aus mit Waldhütte, Sitzbänken und Grillplätzen; sehr zur Freude vieler Spaziergänger. Nun tritt in der Idylle aber eine vorübergehende Störung auf.
Die Walcheweiher werden saniert. Eine obrigkeitliche Kontrolle hat ergeben, dass die jetzige Bachstauung mit den Stauhöhen in den unteren beiden Weihern im Falle eines Jahrhundert-Hochwassers einem solchen nicht sicher standhalten könnte. Für die Weiher bräuchte es deshalb nach kantonaler Stauanlageverodnung eine regelmässige Kontrolle durch das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL). Mit der bevorstehenden Sanierung soll dies vermieden und die Hochwassergefahr entschärft werden.
Weil Transparenz gefragt und ein Gebot der Stunde ist, sieht man bei grösseren Bauvorhaben in den Bereichen Strassenbau, Abwasserkanälen, Regenwasserbecken und Gewässer-Renaturierung zur Zeit in und um Winterthur verschiedene Informationsschilder, die dem Bürger näher bringen, wofür man hier seine Steuergelder einsetzt. Auch bei den Walcheweihern hat die Stadt jetzt schön gestaltete Tafeln aufgestellt, die den Spaziergängern obige Zusammenhänge auseinandersetzen. Übrigens: die Textredaktion wurde aus Kostengründen dem KV-Stift überlassen. So steht da: » … eine Anpassung … vorzunehmen, damit eine Vermeidung der Unterstellung erreicht werden kann …«
Mein Deutschlehrer am KV 1958, der bei vermeidbaren Substantiven rot sah, würde sich wahrscheinlich im Grab umdrehen. Er hätte vielleicht mit seinem roten Korrekturstift darunter geschrieben: »Warum nicht gleich … eine Anpassung zwecks Erreichung einer Vermeidung der Unterstellung …?« Seis drum. Danke einewäg für die Info und für die Verschönerung des prächtigen Erholungsgebiets!




