SamichlausMit den Erklärungen, woher unser Samichlaus eigentlich stamme, werden in diesen Zeiten viele nicht so recht glücklich. Dieser Bischof von Myra, der im 4. Jahrhundert in Kleinasien gelebt und gewirkt haben soll, ist herkunftsmässig doch alles andere als die Figur, die man sich als passenden Begründer für unseren alljährlich so beliebten heimeligen Brauch wünschen würde. Seine Heimat gehörte damals politisch zwar immerhin zum römischen bzw. byzantinischen Reich aber mit dem Aufkommen der Osmanen zeigte sich sodann, aus welchem Holz dieser (zu seiner Zeit noch) katholische Heilige und seine ethnologischen Verwandten geschnitzt waren.

Im einem idyllischen Dorf im Zürcher Unterland soll es nun eine kleine Gruppe von senkrechten Schweizern geben, die, geschart um einen bestandenen eidgenössischen Parlamentarier, sich Gedanken macht, wie man den Brauch mit den unpassenden geografischen Ursprüngen abschaffen könnte. Weil man sich der Beliebtheit des Brauches bei Gross und Klein bewusst ist, suchen die schlauen Füchse einen Weg, wie man dem Schweizervolk eine Verbotsinitiative schmackhaft machen könnte, bei der ein Zusammenhang mit dem Samichlaus nicht ohne weiteres sichtbar ist. Die Lösung zeichnet sich ab, dass man zukünftiges Chläuseln mit einem «Haltungsverbot für Esel» sabotieren könnte. Die Schädlichkeit der Eselhaltung wäre, so die Initianten heute zu Aebiroad, mit dem CO2-Ausstoss dieser Pflanzenfresser sehr leicht zu begründen.