Der Mensch, das Tier, das sich mit Würde schmückt
Mit Würde, die es stolz sich selber gibt
Gar sakrosankt sei sie, sagt selbstverliebt
Der Mensch, und gibt sich naseweis beglückt
Des Menschen Würde sei von Gott gegeben
Weil er nach dessen Ebenbild gebaut
Auch sei ihm untertan und anvertraut
Die ganze Erde, Wasser, Luft und Leben
Das Resultat davon ist leider ärmlich
Der Mensch wirtschaftet mit dem Inventar
Höchst ungeschickt, um nicht zu sagen gar
Ganz ohne Würde, elend und erbärmlich.
Die anderen Geschöpfe wirken besser
Auf dem Planeten und in Wald und Flur
Sie tragen eher Sorge zur Natur
Sei es als Aas- oder als Pflanzenfresser
Der Tiere Gier lenkt nämlich nur ihr Magen
Sie streben nicht nach Macht mit Krieg und Zwist
Ihr Fokus auf Revier und eignen Mist
Vermeidet, neidisch andere zu zu plagen
Hingegen zeigt die Welt uns leider täglich
Die Übel, die der Mensch im Wahn begeht
Dass Krieg, Zerstörung, schweres Leid entsteht
Die Macht macht Menschen würdelos unsäglich
Regenten und Milizen, die mit Waffen
Für ihren Machterhalt verheerend sind
Sie sind vor Selbstsucht für die Einsicht blind
Dass sie auch für sich selbst nur Schaden schaffen
Doch Kriegsverbrecher in der Weltgeschichte
Vermeinten, die Regentschaft ende nie
Vergassen, dass in Bälde doch auch sie
Als Sterbliche im Grabe sind zunichte





