… kein Aufpasser, z.B. kein Polizist oder kein Radar-Blitzer. Also sorg dich nicht. Geniess das Leben und den Geschwindigkeitsrausch. Verstehe ich das richtig?
Da gibt es offenbar allen Ernstes eine internationale Werbekampagne, die sich Atheist Bus Campaign nennt. In einem Wikipedia-Artikel dazu lese ich: „Die Atheistische Buskampagne war eine im Oktober 2008 von der britischen Journalistin Ariane Sherine initiierte Werbekampagne, die über Aufschriften auf Bussen die Grundhaltung des Atheismus propagiert …“. Es ging um grosse Werbeaufschriften an städtischen Bussen des ÖV. Die Kampagne fand Ableger und Nachahmer in weiteren Ländern.
Bei den Frömmlern geht mir immer am meisten auf den Geist, wenn sie missionieren. Auch die blau-gelben Plakate der «Agentur C». Dass jetzt auch noch die Atheisten mit Plakaten in Mitgliederwerbung machen, finde ich den Gipfel. Und dass sie ausspielen, dass man ruhig unanständig und rücksichtslos sein darf, weil es ja gar nicht stimmt, dass der Heiland alles sieht, finde ich gemein gegenüber all den Sonntagsschullehrerinnen, die sich redlich um das Gegenteil bemühen.
So blöd! Wer es sich materiell leisten kann, das Leben zu geniessen, der sorgt sich ja gar nicht. Es sind eben explizit die Millionen anderer, welche auf die Hilfe eines Gottes angewiesen wären und sich andauernd fragen, ob er gerade in den Ferien weilt.
Freue dich, du bist nämlich gar kein Sünder, du Staubkorn im Universum!






Autsch! Hans, das verstehen aber nicht alle. Da hast du vergessen „Vorsicht, Satire!“ darüber zu schreiben.
Hinz Kunz hat – so scheint mir – recht. Mehr noch: Die Gedanken sind – Entschuldigung – nicht ganz „sauber“. Die Frömmler haben nicht recht und die Atheisten auch nicht, einverstanden. Aber wie steht es jetzt mit dem „Heiland“ – wohl negativ – und „den Kindergärtnerinnen, die sich redlich um das Gegenteil bemühen“, was hier heisst: Der Heiland sieht alles – also wohl doch positiv, das Wort „redlich“ lässt etwas anderes kaum zu, zumal Du es ja von den Atheisten „gemein“ findest, wenn sie die Kindergärtnerinnen an die Wand spielen. Zum Schluss aber doch wieder der Gott, der angesichts des Elendes in der Welt wohl „gerade in den Ferien weilt“.- Was Du vielleicht sagen willst- ich versuche verzweifelt zu interpretieren: Die Ethik der Bibel ist gut, da haben die Atheisten (auf diesem Plakat) unrecht, aber bleibt mir mit Gott Vater und Sohn Heiland vom Leib. Das kann man akzeptieren.
Jost, da traust du einem Agnostiker zu viel theologisches Engagement zu, wenn du vermutest, ich wolle mich kritisch über die Dreifaltigkeit auslassen. Nein nein, ich wollte nur ganz simpel den ergänzenden Plakattext „Also sorg dich nicht, geniess das Leben“ in Frage stellen. Was unterstellen die denn da uns Lebensgeniessern? ‚Mein‘ Gott hat nichts gegen meine Genüsse!