S’Heidi säit e de Füllig vom Birewegge oder Nussgipfel «Chrüsi». Nüt Schlimmers, als wämmer vom Ändi her zersch mues lang dur trochne Teig dure mampfe, bis äntli Chrüsi chunnt. En guete Birewegge heig ebe bis use Chrüsi. Die tolli Wortschöpfig «Bisusechrüsi» hät mich fasziniert; si isch so super musikalisch.
En Birewegge müsi
Halt ganz bis use Chrüsi
Das heisst en Huufe Füllig
(Er isch ja au nöd billig)
Drininne ha, – äxgüsi.
Illustration Roland Bärtsch, Egg b. ZH






Da kommt mir doch spontan folgende Episode in den Sinn. Zugetragen hat sie sich an meinem damaligen Arbeitsplatz in der Firma Laufenberg. Eine lästige Fliege surrte schon etliche Zeit zwischen meinem Arbeitskollegen Urs vis-à-vis und mir hin und her. Da platzte Urs der Kragen und er rief entnervt aus: «Jetzt töd i di dänn!» Meine perkussionistische Hirnhälfte (ich spielte einst Schlagzeug) machte daraus sofort «tödididänn». Ich musste herzhaft lachen und Urs schaute mich nur verdutzt an.
Und mir chunnt au no eine in Sinn:
«Do dr toti Dodi und do die toti Di», seit en Basler, won er d’Lady Di und de Dodi al Fayed uf em Unglücksfoti gseht.
Une übrigens no es feins, uralts und überlieferets Birewegge-mit-Chrüsi-Rezäpt!
Ergibt 4-5 Weggen à ca. 800 g
Arbeitsaufwand ca. 1-2 Std., aber es lohnt sich!
Teig:
1 kg Mehl
75 g Zucker
75 g Butter
20 g Salz
25 g Hefe, ½ l Milch
Alles zu einem mittelfesten Teig kneten, 1 Std. aufgehen lassen und vierteln.
Birnenmasse («Chrüsi vo de Frau Büsi»):
1 kg dürre Birnen, 250 g Apfelstücke (weich kochen und fein reiben)
75 g Zucker
100 g Nusskerne, gehackt
100 g Sultaninen
100 g Feigen, gehackt
100 g Zitronat
etwas Zimt und gemahlenen Anis (oder Birnbrotgewürz)
1 dl Schnaps und wenn nötig etwas Birnwasser
Zu einer streichfähigen Masse zusammenrühren.
Backen: 10 Min. bei 220° und 25 Min. bei 180°
Fazit: Ein Gedicht!